Warum das T-Shirt eigentlich T-Shirt heißt

Weil es die Form des Buchstaben hat oder weil man damit Tee serviert ? Beides gar nicht so abwegig.

T wie der Buchstabe oder T wie der Tee? Um die Entstehung des T-Shirts und seine Benennung ranken viele Theorien. Seine Rolle als Lieblingsstück im Kleiderschrank musste es sich so oder so lange erkämpfen. Dailybread weiß warum.

 

Lange bevor Marlon Brando und James Dean das T-Shirt zum Kultobjekt werden ließen, war das simple Kleidungsstück unbeachtet und nicht besonders beliebt. Im 19. Jahrhundert war es nicht mehr als ein Unterhemd.  Da man es in damaligen Zeiten für unangebracht hielt, Unterwäsche sichtbar zu tragen, hatte das Hemd eindeutig die besseren Karten.

T-Shirt statt Tank-Shirt

Die Geburtsstunde des "T-shaped undershirt" könnte man Königin Victoria zu verdanken haben: Bei der Inspektion der Royal Navy um 1900 wollte man dem hohen Besuch keine nackten Oberarme zumuten. Und so streiften sich die Seeleute kurzerhand ein Takelhemd ohne Knopfleiste über ihre muskelbepackten Körper.

Die Legende des "Tea-Shirts"

Ganz anders die Theorie eines englischen Geschichtsschreibers: Der Adel soll es seinem  Personal gestattet haben, den "Five o'clock Tea" im kurzärmeligen Leinenhemd zu servieren. Der Grund für diese Ausnahme seien die hartnäckigen Flecken gewesen, die schwarzer Tee auf langärmeligen Kleidungsstücken hinterlassen hätte.

Vom Unterhemd zum Lieblingsstück

Ob man nun den Seefahrern oder den Teetrinkern die Erfindung des T-Shirts zuschreiben will, fest steht: Das knopflose Shirt ist im Laufe der Jahrzehnte zu einem der beliebtesten Kleidungsstücke avanciert. Heute darf sich das einstige "Untendrunter" – ganz ohne moralische Gewissensbisse und tragbar zu fast allen Gelegenheiten – auch als "Obendrüber" blicken lassen. Unter dem Hemd getragen, spielt das T-Shirt weiterhin bereitwillig die ihm ursprünglich zugewiesene Rolle.

Zollen Sie dem beschwerlichen Weg, den das T-Shirt auf dem Weg zum Lieblingsstück zurücklegen musste, Tribut: Mit einem lässt es sich jederzeit in See stechen und genüsslich Tee trinken.

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